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Home Forum CRPS – Complex Regional Pain Syndrome weiterführende Informationen zu CRPS Katheterimplantation bei SIP der oberen Extremität

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    CT-gesteuerte thorakale Grenzstangkatheterimplantation bei sympathisch unterhaltenen Schmerzen der oberen Extremität

    Ziele:

    In der Diagnostik und Therapie sympathisch unterhaltener Schmerzen kann die thorakale Grenzstrangblockade nach einem Versagen der Stellatumblockade indziert sein.
    Grund dafür können anatomische Varianten in der Innervation des Arms (z.B. Kunz‘scher Nerv) sein.
    Ziel der kontinuierlichen Blockade des thorakalen sympathischen Grenzstrangs ist die Ausschaltung der sympathischen Funktion des Arms bei CRPS (complex regional pain syndrome) zur Verringerung der Schmerzsymptomatik und Verbesserung der Möglichkeiten der Ergotherapie und des sensorischen Trainings.

    Methode:

    22 CRPS-Patienten wurden in den letzten 4 Jahren mit 40 thorakalen Grenzstrangkathetern (T3-Katheter) behandelt.
    Die CT-navigierte Punktion erfolgte in Bauchlage in Höhe des 3. Brustwirbelkörpers, ventral des Costo-Transversalgelenkes.

    Zum sicheren Vorführen der Nadel wurde der subpleurale Raum durch Injektion von physiologischer Kochsalzlösung aufgeweitet.
    Die optimale Positionierung der Nadelspitze und des eingebrachten Katheters wurde durch Injektion von wasserlöslichem Kontrastmittel überprüft.
    Zur Reduktion des Infektionsrisikos und der Gefahr der Katheterdislokation wurde der Katheter cutan getunnelt und fixiert. Nach einer initialen Bolusinjektion von 1.5-4ml Bupivacain 0.5% wurden während 4 bis 20 Tagen 2-4ml Bupivacain 0.5% pro Stunde injiziert.

    Ergebnis:

    Bei 39 der 40 implantierten T3-Katheter (99.5%) konnte eine initial korrekt Positionierung erreicht werden.
    Bei 34/40 Patienten (85%) konnte ein klinischer Erfolg verzeichnet werden, was zu einem subjektiven Benefit bei der assistierten physikalischen Therapie und während Aktivitäten des täglichen Lebens führte.
    Mögliche Komplikationen sind der Pneumothorax, die mediastinale Katheterfehllage, die pleurale Fehllage, die Pleuritis und die subkutane Katheterinfektion.

    Schlussfolgerung:

    Die CT-gesteuerte Anlage eines temporären thorakalen Grenzstrangkatheters erweitert das therapeutische Spektrum bei der Behandlung von Patienten mit schwerem CRPS.
    (Quelle: Georg Thieme Verlag KG Stuttgart New York; Fortschr Röntgenstr 2005; 177 DOI: 10.1055/s-2005-868287;
    Autoren: TK.Kagel, Ch. Heyer, S. Schulz, C. Maier, V. Nicolas (Bergmannsheil Bochum, Institut für Diagnostische Radiologie, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin, Bochum))

    • Dieses Thema wurde geändert vor 4 years, 9 months von Administrator.
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