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    Spinal Cord Stimulation

    Synonyme: epidurale Rückenmarksstimulation, SCS

    Inhaltsverzeichnis
    1 Definition
    2 Wirkmechanismus
    3 Systeme
    4 Vorgehen
    5 Indikationen
    1 Definition

    Die Spinal Cord Stimulation ist ein neurologisches Therapieverfahren zur Behandlung chronischer Schmerzen. Sie gehört zu den so genannten neuromodulativen Verfahren und ist die am häufigsten angewandte Methode der Neurostimulation.

    2 Wirkmechanismus

    Der Wirkmechanismus der Rückenmarkstimulation ist bis heute (2006) noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet, dass durch Reizung GABAerger Interneurone eine Hemmung der Schmerzfasern im Rückenmark stattfindet.

    3 Systeme

    Ein SCS-System besteht üblicherweise aus folgenden Komponenten:

    Elektrode
    Impulsgeber
    Energiequelle (Batterie)
    Die Elektrode gibt schwache elektrische Impulse ab. Man unterscheidet zwei Arten von SCS-Systeme:

    Vollimplantiertes System (Impulsgeber und Batterie)
    Teilimplantiertes System (Radiofrequenzempfänger mit am Körper getragener Batterie).
    Der Impulsgeber ist programmierbar. Je nach Impulsfrequenz und -stärke beträgt die Lebensdauer der Batterie zwischen 3 und 9 Jahren.

    4 Vorgehen

    Der Eingriff erfolgt unter aseptischen Bedingungen in Lokalanästhesie, die ggf. durch eine zusätzliche Sedierung ergänzt wird. Der Patient befindet sich üblicherweise in Bauchlage. Die Stimulationssonde wird perkutan oder via Laminotomie oberhalb der Läsion eingeführt und auf den Rückenmarkhintersträngen platziert. Die Lage der Elektroden wird unter Bildwandlerkontrolle überprüft. Je nach Schmerzmuster kommen Ein- oder Mehrelektrodensysteme zur Anwendung.

    Der Patient nimmt die Neurostimulation als Kribbelparästhesie wahr. Das Therapieziel ist die Stimulation der betroffenen Areale, d.h. dass Parästhesie- und Schmerzareal deckungsgleich sein sollten.

    5 Indikationen

    Neuropathische Schmerzen
    Inkomplette Plexusläsion
    Metabolische Polyneuropathien
    Phantomschmerzen und Stumpfschmerzen
    Radikulopathie
    Rückenmarksläsion
    Zoster-Neuralgie
    CRPS Stadium I und II
    Ischämieschmerz
    PAVK (Stadium II b und III nach Fontaine)
    therapierefraktäre Angina pectoris

    Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Spinal_Cord_Stimulation

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