Verhaltensherapie_Biofeedback

Dieses Thema enthält 1 Antwort und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Administrator vor 3 Jahre, 11 Monate.

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    Biofeedback

    Was ist Biofeedback?

    “ Biofeedback ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin, mit dessen Hilfe normalerweise unbewusst ablaufende psychophysiologische Prozesse durch Rückmeldung (feedback) wahrnehmbar gemacht werden.

    Nach dem Prinzip der operanten Konditionierung können diese Körpervorgänge dann gezielt beeinflusst und ihre Regulationen bis zur willentlichen Kontrolle erlernt werden.

    Eine sinnvolle Anwendung von Biofeedback erfolgt innerhalb eines verhaltenstherapeutischen / -medizinischen Konzepts.
    Die Effektivität dieser Methode ist für folgende Bereiche nachgewiesen:
    -Schmerztherapie (Spannungskopfschmerz, Migräne, Gesichtsschmerz, chronischer Rückenschmerz u. ä.)
    – Psychotherapie und Psychologie (Angststörungen; Panikattacken; Phobien; Hyperaktivität; Aufmerksamkeitsstörungen; Atemtraining; Stressmanagement; Mentales Training u. ä.)
    – Psychosomatik und Verhaltensmedizin (Morbus Raynaud, essentielle Hypertonie, Inkontinenz, Hyperventilationssyndrom, Asthma, chronische Muskelverspannungen u. ä.)
    – Neurologie (Epilepsie, Schlaganfall u. ä.)
    – Neuromuskuläre Reedukation

    Grundlagen des Biofeedback

    Beim Biofeedback werden Patienten eigene Körpersignale z.B. durch Computereinsatz zurückgemeldet, so dass die Person lernen kann, diese Körperfunktionen zu beeinflussen.

    Stress, Ängste, Belastungen und Schmerzen sind nur einige Beispiele für Lebensbedingungen, die körperliche Prozesse beeinflussen.
    Die körperlichen Folgen von Stress (z.B. Muskelverspannungen, Herzbeschwerden, Veränderungen in der Durchblutung) laufen in der Regel ab, ohne dass die Betroffenen diese körperlichen Veränderungen bewusst wahrnehmen. Diese Veränderungen lassen sich jedoch mit technischen Hilfsmitteln registrieren, so dass die Intensität entweder über Töne oder visuell über den Computerbildschirm zurückgemeldet werden kann.

    Ziel der Biofeedback-Behandlung ist die gezielte Wahrnehmung und Beeinflussung körperlicher Prozesse, die bei der Aufrechterhaltung von psychischen, psychosomatischen und körperlichen Krankheiten von Bedeutung sind.

    Dies sei am Beispiel des Blutdrucks verdeutlicht. Kaum ein Mensch wird in der Lage sein, die Höhe des Blutdrucks bewusst wahrzunehmen und einschätzen zu können.
    Andererseits ist für Personen mit Bluthochdruck wichtig, dass sie ihren Blutdruck möglichst senken können oder Blutdruckspitzen vermeiden können.
    Beim Biofeedback des Blutdrucks wird der Blutdruck gemessen und die Höhe kontinuierlich auf dem Bildschirm dargestellt, so dass die betreffende Person erkennen kann, ob der Blutdruck sich gerade im Ansteigen oder Abfallen befindet. Dadurch kann gezielt gelernt werden, z.B. durch Entspannungstechniken, den Blutdruck zu senken. Die Person mit Bluthochdruck hat eine direkte Rückmeldung, ob und welche psychologische Strategie am erfolgreichsten ist, den eigenen Blutdruck zu senken.

    Eine der erstaunlichsten Erkenntnisse in der Biofeedback- Forschung war, dass die autonom innervierten Körpervorgänge gar nicht autonom sind, sondern durch Lernprozesse beeinflusst werden können.

    Herzrate, Schweißdrüsenaktivität, Blutdruck, Arteriendurchmesser, vom autonomen Nervensystem innervierte Muskulatur, selbst Hirnströme sind nur einige Beispiele von Körpervorgängen, die durch Biofeedback beeinflusst werden können.
    Dies wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt.

    Damit eröffnen sich faszinierende Möglichkeiten: durch Biofeedback können unter Umständen genau jene physiologischen Prozesse verändert werden, die für bestimmte Krankheiten relevant sind, während der restliche Körper von diesen Vorgängen unbeeinflusst bleiben kann.
    Während viele Medikamente im gesamten Körper wirksam sind, anstatt ausschließlich an der spezifischen für die Krankheit relevanten Stelle zu wirken, kann Biofeedback als spezifische Intervention ohne bislang bekannte Nebenwirkungen eingesetzt werden.

    Einsatz des Biofeedbacks bei verschiedenen Krankheitsbildern

    Biofeedback ist die Behandlung von körperlichen, psychosomatischen und psychischen Krankheiten durch die systematische Rückmeldung von Körperfunktionen.

    Typische Einsatzgebiete des Biofeedback

    -Verdeutlichung der Zusammenhänge von psychischen und physiologischen Prozessen
    – Stress, Stressfolgen, Stressbewältigung
    – Chronischer Schmerz (Kopfschmerz, Rückenschmerz, Fibromyalgie u.a.)
    – Hypertonie, Durchblutungsstörungen
    – Unklare körperliche Beschwerden (z.B. Tinnitus, Reizmagen, Reizdarm, somatoforme Störungen u.a.)
    – Schlafstörungen,Sexualstörungen
    – Harn- und Stuhlinkontinenz, Harnverhalt
    – Obstipation (Verstopfung)
    – Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen
    – Epileptische Erkrankungen
    – Angststörungen, Depressionen
    – Posttraumatische Belastungsstörungen
    – Prävention chronischer Erkrankungen
    – Verbesserung der Körperwahrnehmung
    – Psychische Ursachen / psychische Folgen von körperlichen Krankheiten

    Was kann mit Biofeedback erfolgreich behandelt werden ?

    Biofeedback bietet für verschiedene Erkrankungsbilder spezifische Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen:

    – Allgemeine Stresserkrankungen
    – Chronische Rückenschmerzen
    – Spannungskopfschmerzen
    – Migräne
    – Muskuläre Verspannungen im Gesicht (z.B. Zähneknirschen (Bruxismus))
    – Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck)
    – Harn- und Stuhlinkontinenz
    – Obstipation (Verstopfung)
    – Neuromuskuläre Störungen (z.B. Schreibkrampf, Torticollis spasmodicus, Stottern u.a.)
    – Aufmerksamkeitsstörungen
    – Epilepsie
    – Fibromyalgie
    – Chronic-Fatigue-Syndrom

    Neben diesen Indikationsgebieten gibt es bereits Hinweise für zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten von Biofeedback. Letztendlich eröffnet sich für alle Körperfunktionen, die elektrisch messbar sind, die Möglichkeit zur Beeinflussung durch Biofeedback.“

    (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V., c/o Präsident: Dipl.-Psych Lothar Niepoth, Leopoldstr. 149a, 80804 München).

    #815

    Administrator
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    Klar hierzu möchte ich was schreiben, da ich Biofeedback über den Zeitraum von mehr als einem Jahr gemacht habe, zwar mit Unterbrechung aber ich habe es mir nicht nehmen lassen auch das zu Versuchen.

    Zum einen muss ich sagen die Sitzungen am Computer wo man dann auch mich verkabelt, sind nicht die Sache gewesen die ich erwartet habe.
    Die Psychologin welche dies mit mir gemacht hat war immer der Meinung, dass das was man da zu sehen und zu hören bekommen hat, das Mittel gewesen sei. Jeder Mensch hat nun mal auch ein anderes Empfinden von Schön oder Gut, je nachdem wie man es nennen möchte. Das wichtigste für die Psychologen war das ganze Auswerten der Papiere, ich denke mal die Bekommen dafür richtig Geld jemehr an Papier sie da dann den Kassen übergeben.
    Atemübungen und Blutdruck kann ich auch zuhause machen und dazu muss ich nicht unbedingt an einem PC angeschlossen sein. Die reaktion auf schöne Dinge brauche ich messen, wenn ich z.B. eine Tafel Schockolade esse weiß ich es tat mir mal wieder gut 🙂 .
    Ich denke mal die Grundvoraussetzung für ein Biofeedback ist zum einen ein oder eine erfahrene/r Psychologe dann ein unbedingter Wille an das zu glauben was man da sieht und hört, und viel Zeit.

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    Biofeedback

    Was ist Biofeedback?

    “ Biofeedback ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren der Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin, mit dessen Hilfe normalerweise unbewusst ablaufende psychophysiologische Prozesse durch Rückmeldung (feedback) wahrnehmbar gemacht werden.

    Nach dem Prinzip der operanten Konditionierung können diese Körpervorgänge dann gezielt beeinflusst und ihre Regulationen bis zur willentlichen Kontrolle erlernt werden.

    Eine sinnvolle Anwendung von Biofeedback erfolgt innerhalb eines verhaltenstherapeutischen / -medizinischen Konzepts.
    Die Effektivität dieser Methode ist für folgende Bereiche nachgewiesen:
    -Schmerztherapie (Spannungskopfschmerz, Migräne, Gesichtsschmerz, chronischer Rückenschmerz u. ä.)
    – Psychotherapie und Psychologie (Angststörungen; Panikattacken; Phobien; Hyperaktivität; Aufmerksamkeitsstörungen; Atemtraining; Stressmanagement; Mentales Training u. ä.)
    – Psychosomatik und Verhaltensmedizin (Morbus Raynaud, essentielle Hypertonie, Inkontinenz, Hyperventilationssyndrom, Asthma, chronische Muskelverspannungen u. ä.)
    – Neurologie (Epilepsie, Schlaganfall u. ä.)
    – Neuromuskuläre Reedukation

    Grundlagen des Biofeedback

    Beim Biofeedback werden Patienten eigene Körpersignale z.B. durch Computereinsatz zurückgemeldet, so dass die Person lernen kann, diese Körperfunktionen zu beeinflussen.

    Stress, Ängste, Belastungen und Schmerzen sind nur einige Beispiele für Lebensbedingungen, die körperliche Prozesse beeinflussen.
    Die körperlichen Folgen von Stress (z.B. Muskelverspannungen, Herzbeschwerden, Veränderungen in der Durchblutung) laufen in der Regel ab, ohne dass die Betroffenen diese körperlichen Veränderungen bewusst wahrnehmen. Diese Veränderungen lassen sich jedoch mit technischen Hilfsmitteln registrieren, so dass die Intensität entweder über Töne oder visuell über den Computerbildschirm zurückgemeldet werden kann.

    Ziel der Biofeedback-Behandlung ist die gezielte Wahrnehmung und Beeinflussung körperlicher Prozesse, die bei der Aufrechterhaltung von psychischen, psychosomatischen und körperlichen Krankheiten von Bedeutung sind.

    Dies sei am Beispiel des Blutdrucks verdeutlicht. Kaum ein Mensch wird in der Lage sein, die Höhe des Blutdrucks bewusst wahrzunehmen und einschätzen zu können.
    Andererseits ist für Personen mit Bluthochdruck wichtig, dass sie ihren Blutdruck möglichst senken können oder Blutdruckspitzen vermeiden können.
    Beim Biofeedback des Blutdrucks wird der Blutdruck gemessen und die Höhe kontinuierlich auf dem Bildschirm dargestellt, so dass die betreffende Person erkennen kann, ob der Blutdruck sich gerade im Ansteigen oder Abfallen befindet. Dadurch kann gezielt gelernt werden, z.B. durch Entspannungstechniken, den Blutdruck zu senken. Die Person mit Bluthochdruck hat eine direkte Rückmeldung, ob und welche psychologische Strategie am erfolgreichsten ist, den eigenen Blutdruck zu senken.

    Eine der erstaunlichsten Erkenntnisse in der Biofeedback- Forschung war, dass die autonom innervierten Körpervorgänge gar nicht autonom sind, sondern durch Lernprozesse beeinflusst werden können.

    Herzrate, Schweißdrüsenaktivität, Blutdruck, Arteriendurchmesser, vom autonomen Nervensystem innervierte Muskulatur, selbst Hirnströme sind nur einige Beispiele von Körpervorgängen, die durch Biofeedback beeinflusst werden können.
    Dies wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt.

    Damit eröffnen sich faszinierende Möglichkeiten: durch Biofeedback können unter Umständen genau jene physiologischen Prozesse verändert werden, die für bestimmte Krankheiten relevant sind, während der restliche Körper von diesen Vorgängen unbeeinflusst bleiben kann.
    Während viele Medikamente im gesamten Körper wirksam sind, anstatt ausschließlich an der spezifischen für die Krankheit relevanten Stelle zu wirken, kann Biofeedback als spezifische Intervention ohne bislang bekannte Nebenwirkungen eingesetzt werden.

    Einsatz des Biofeedbacks bei verschiedenen Krankheitsbildern

    Biofeedback ist die Behandlung von körperlichen, psychosomatischen und psychischen Krankheiten durch die systematische Rückmeldung von Körperfunktionen.

    Typische Einsatzgebiete des Biofeedback

    -Verdeutlichung der Zusammenhänge von psychischen und physiologischen Prozessen
    – Stress, Stressfolgen, Stressbewältigung
    – Chronischer Schmerz (Kopfschmerz, Rückenschmerz, Fibromyalgie u.a.)
    – Hypertonie, Durchblutungsstörungen
    – Unklare körperliche Beschwerden (z.B. Tinnitus, Reizmagen, Reizdarm, somatoforme Störungen u.a.)
    – Schlafstörungen,Sexualstörungen
    – Harn- und Stuhlinkontinenz, Harnverhalt
    – Obstipation (Verstopfung)
    – Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen
    – Epileptische Erkrankungen
    – Angststörungen, Depressionen
    – Posttraumatische Belastungsstörungen
    – Prävention chronischer Erkrankungen
    – Verbesserung der Körperwahrnehmung
    – Psychische Ursachen / psychische Folgen von körperlichen Krankheiten

    Was kann mit Biofeedback erfolgreich behandelt werden ?

    Biofeedback bietet für verschiedene Erkrankungsbilder spezifische Behandlungsmöglichkeiten. Dazu zählen:

    – Allgemeine Stresserkrankungen
    – Chronische Rückenschmerzen
    – Spannungskopfschmerzen
    – Migräne
    – Muskuläre Verspannungen im Gesicht (z.B. Zähneknirschen (Bruxismus))
    – Essentielle Hypertonie (Bluthochdruck)
    – Harn- und Stuhlinkontinenz
    – Obstipation (Verstopfung)
    – Neuromuskuläre Störungen (z.B. Schreibkrampf, Torticollis spasmodicus, Stottern u.a.)
    – Aufmerksamkeitsstörungen
    – Epilepsie
    – Fibromyalgie
    – Chronic-Fatigue-Syndrom

    Neben diesen Indikationsgebieten gibt es bereits Hinweise für zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten von Biofeedback. Letztendlich eröffnet sich für alle Körperfunktionen, die elektrisch messbar sind, die Möglichkeit zur Beeinflussung durch Biofeedback.“

    (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V., c/o Präsident: Dipl.-Psych Lothar Niepoth, Leopoldstr. 149a, 80804 München).

    #815

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    Klar hierzu möchte ich was schreiben, da ich Biofeedback über den Zeitraum von mehr als einem Jahr gemacht habe, zwar mit Unterbrechung aber ich habe es mir nicht nehmen lassen auch das zu Versuchen.

    Zum einen muss ich sagen die Sitzungen am Computer wo man dann auch mich verkabelt, sind nicht die Sache gewesen die ich erwartet habe.
    Die Psychologin welche dies mit mir gemacht hat war immer der Meinung, dass das was man da zu sehen und zu hören bekommen hat, das Mittel gewesen sei. Jeder Mensch hat nun mal auch ein anderes Empfinden von Schön oder Gut, je nachdem wie man es nennen möchte. Das wichtigste für die Psychologen war das ganze Auswerten der Papiere, ich denke mal die Bekommen dafür richtig Geld jemehr an Papier sie da dann den Kassen übergeben.
    Atemübungen und Blutdruck kann ich auch zuhause machen und dazu muss ich nicht unbedingt an einem PC angeschlossen sein. Die reaktion auf schöne Dinge brauche ich messen, wenn ich z.B. eine Tafel Schockolade esse weiß ich es tat mir mal wieder gut 🙂 .
    Ich denke mal die Grundvoraussetzung für ein Biofeedback ist zum einen ein oder eine erfahrene/r Psychologe dann ein unbedingter Wille an das zu glauben was man da sieht und hört, und viel Zeit.

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