Krankengeld – welche Voraussetzungen gibt es ?

Voraussetzungen für Krankengeld

Wer länger als 6 Wochen arbeitsunfähig ist oder während der Arbeitsunfähigkeit seinen Arbeitsplatz verliert und in der Gesetzlichen Krankenkasse gemeldet ist bekommt von der Krankenkasse Krankengeld gezahlt.

Das Krankengeld wird nur gezahlt ,wenn nach 6 Wochen kein Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber besteht dieses ist eine sog. Lohnersatzleistung.

Weitere Voraussetzungen

  • stationäre Behandlung in Krankenhaus,Vorsorge- oder Reha Einrichtungen
  • Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit
  • Wenn es sich immer um dieselbe Erkrankung bzw. um die eindeutige Folgeerkrankungen derselben Grunderkrankung. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit auf ,verlängert sich die Leistungsdauer  jedoch nicht.

Selbständige ,die in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind,haben in der Regel keinen Anspruch auf Krankengeld.

Um dennoch finanziell bei Krankheit abgesichert zu sein ,gibt es diese Möglichkeiten:

  • Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung
  • Erklärung gegenüber der Krankenkasse, dass die Mitgliedschaft den Krankengeldanspruch umfassen soll – Wahlerklärung -dazu zahlt der Versicherte dann den vollen allgemeinen Beitragssatz und hat dann ab der 7 .Woche Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Krankengeld
  • Oder einen Abschluss eines Wahltarifs für Krankengeld ,um dann den Basisschutz in Höhe und Dauer zu bekommen

Keinen Krankengeld Anspruch besteht bei:

  • Beziehung von Arbeitslosengeld II ( Hartz4 ) und Sozialhilfe
  • Praktikanten
  • Teilnehmer an Leistungen zur Beruflichen Reha und bei Berufsfindung und Arbeitserprobung, die nicht nach dem Bundesversorgungsgesetz erbracht werden, Ausnahme bei Anspruch auf Übergangsgeld
  • Familienversicherte
  • Studenten ( in der Regel bis zur Vollendung des 30 Lebensjahres oder bis zum Abschluss des 14. Semesters)
  • Bezieher einer Vollen Erwerbsminderungsrente, Erwerbsunfähigkeitsrente ,einer Vollrente wegen Alters,eines versicherungspflichtigen Vorruhestandsgehalts oder Ruhegehaltes

Anspruchsbeginn

Ein Anspruch auf Krankengeld entsteht an dem Tag ,an dem die Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird bzw.eine Behandlung in einer Vorsorge- Reha-Einrichtungen oder Krankenhausbehandlung beginnt.

Höhe

  • Vom Arbeitsentgeld –  sog. Bruttoentgeld 70 Prozent
  • maximal 90 Prozent des Nettoarbeitsentgeld

Es werden alle Einmalzahlungen der letzten 12 Monaten vor Arbeitsunfähigkeit mit berücksichtigt in der Berechnung

 

Abgezogen werden vom Krankengeld

  • Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen-,Pflege und Rentenversicherung

 

Dauer des Krankengeldes

Die Dauer des Krankengeldes bei derselben Erkrankung beträgt maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Das ist die Blockfrist.

 

Administrator

46 Jahre, CRPS linker Fuß, austherapiert, seit dem 17.3.2015 linksseitig Unterschenkelamputiert, seit 5/2016 CRPS rechter Fuß, am 11.11.2016 rechtsseitig Unterschenkelamputiert und schmerzarm, linke Hand seit 2018, rechte Hand seit 2019 betroffen